Restauration KA-Jetronic: Warmlaufregler
Motor M110.99412001742, 280GE 460.232, Bj. 1984

tipp98-24-3.htm: Letzte Änderung am 17.04.2016 / 18.12.2013 / 31.12.2011 / 17.02.2010 Copyright Dr. Hans Hehl
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Übersicht Warmlaufregler (warm-up regulator):

Die Menuepunkte 1 - 3 sind im Tipp 98-24.
4. Warmlaufregler:
4.1 Aufbau, Daten und Funktion:
4.2 Volllastanreicherung:
4.3 Warmlaufregler aufschrauben:
4.4 Elektrik - Heizwicklung:
4.5 Startsteuerdruck einstellen:
4.5.1 einstellbarer Bolzen:
4.6 Flachsitzventil: Steuerdruckventil:
4.7 Schraubstutzen Warmlaufregler:
4.7.1 Schläuche am Warmlaufregler:
4.8 weitere WLR-Typen:
4.8.1 WLR: Bosch-End-Nr. 010:
4.8.2 WLR: Bosch-End-Nr. 103:
4.8.2.1 Volllast-Steuerdruck einstellen:
4.8.3 WLR: Bosch-End-Nr. 068:
4.8.4 Vergleich WLR: 068 mit 010:
5. Literatur:
Einige Warmlaufregler sind bei Mercedes seit 01.01.2010 bedeutend billiger geworden,

z.B. 380SEC: A1160700362: 2009: 824,97 Euro o.MwSt, 2010: 505,00 Euro o. MwSt.
oder 280GE : A1100700062: 2009: 502,20 Euro o. MwSt., 2010: 348,45 Euro o. MwSt.

teurer ist z.B.
der 0-438-140-010 -- F 026 TX2 105 -- A0000700362: 2009: 315,00 Euro o. MwSt., 2010: 445,00 Euro o. MwSt.

Inzwischen fertigt Bosch automotive-tradition die Warmlaufregler nach, auch den Mengenteiler mit Luftmengenmesser. (Webshop partbob.com)
4. Warmlaufregler: top
Stand 1/2010: Für den 280GE 460.232 Bj. 84 gibt es den Warmlaufregler A 110 070 00 62 - ab 01.01.2010: nur 348,45 Euro ohne MwSt. (2009:502,20 Euro ohne MwSt.) verbaut ab Motor-Nr. 001499, Bosch-Nr. 0-438-140-103, gelber Punkt). Er sitzt versteckt neben dem Ölfilter und ist meistens völlig verdreckt. Nur durch meine "Serviceöffnung" ist er einigermaßen gut vom Radlauf aus zugänglich.

Es ist ein 2-Ventilfedern-Typ mit zusätzlicher Volllastanreicherung durch Unterdrucksteuerung.
4.1 Aufbau, Daten und Funktion: top
4.1.1 Aufbau: top

Insgesamt wurden 5 verschiedene Typen des Warmlaufreglers (WLR) gebaut. Von Bosch gab es 1984 eine Zusammenstellung, hier abgelegt als PDF-Datei. Aber auch dort stimmen einige Bild-Nummern und Widerstandwerte nicht mehr. So sind beim Mercedes meistens die geänderten WLR nach Bild Nr. 3 mit zwei Unterdruckanschlüssen verbaut. Und der WLR 0-438-140-010 hat tatsächlich 27 Ohm und nicht 35 Ohm wie in der Tabelle.
4.1.2 Datensuche im EPC-Net: WLR beim 280GE: VAG 460232-1790-1536 / Motor 110.994-12-001742: top

Ein kaum zu durchschauender Datensupergau ;)
Ersatzteil laut EPC-Net: alt: A 000 070 16 62 = Bosch-Nr. 0-438-140-057
ersetzt durch:
bis Motor 110.994-12-001498: A 110 070 02 62 = Bosch-Nr. 0-438-140-???

ab Motor 110.994-12-001499: A 110 070 00 62 = Bosch-Nr. 0-438-140-152, geliefert Bosch-Nr. 0-438-140-103
eingebaut bei den Motoren: M110.988, M110.989, M110.990, M110.994

Bosch-Vergleichsliste: 0-438-140-147 bis 0-438-140-152 entspricht 0-438-140-057

Der WLR A 000 070 29 62
war laut EPC-Net nur bei den Motoren: M110.988, M110.989, M110.990 eingebaut und nicht beim M110.994 (280GE).
4.1.3 Neue Bosch-Nummern: Vergleichsliste Mercedes: top

0-438-140-010 -- F 026 TX2 105 -- kein Fleck -- A 000 070 03 62
0-438-140-015 -- F 026 TX2 081 -- orange -- A 000 070 05 62
0-438-140-030 -- F 026 TX2 ??? -- grau -- A 000 070 10 62
0-438-140-031 -- F 026 TX2 082 -- lila -- A 000 070 11 62
0-438-140-056 -- F 026 TX2 086 -- braun -- A 000 070 15 62

0-438-140-057 -- F 026 TX2 087 -- kein Fleck -- (veraltet A 000 070 16 62)
0-438-140-060 -- F 026 TX2 088 -- kein Fleck -- A 000 070 17 62
0-438-140-061 -- F 026 TX2 101 -- orange --A 000 070 19 62
0-438-140-065 -- F 026 TX2 090
0-438-140-067 -- F 026 TX2 091

0-438-140-068 -- F 026 TX2 092 -- (veraltet A 000 070 24 62)
0-438-140-097 -- F 026 TX2 102
0-438-140-100 -- F 026 TX2 103
0-438-140-101 -- F 026 TX2 093
0-438-140-103 -- F 026 TX2 ??? -- gelb -- A 000 070 29 62 - M110.988, -989, -990

0-438-140-134 -- F 026 TX2 097 -- weiß -- A 117 070 01 62
0-438-140-144 -- F 026 TX2 087
0-438-140-145 -- F 026 TX2 101 -- orange -- A 116 070 02 62
0-438-140-146 -- F 026 TX2 090
0-438-140-147 -- F 026 TX2 091

0-438-140-148 -- F 026 TX2 092
0-438-140-149 -- F 026 TX2 102
0-438-140-150 -- F 026 TX2 103
0-438-140-151 -- F 026 TX2 093
0-438-140-152 -- F 026 TX2 101 -- gelb -- A 110 070 00 62 -- 280GE -- M110.994, M110.988, M110.989, M110.990
geliefert wird Bosch-Nr. 0-438-140-103

0-438-140-155 -- F 026 TX2 104
0-438-140-156 -- F 026 TX2 104
Problem: Ersatztypen:

Je nach WLR-Typ gab es mehrere verschiedene Anschlussarten des Saugrohrunterdruckes, entweder oben am WLR oder unten seitlich am Unterteil oder mit drei Unterdruckanschlüssen. Oft sind die WLR sehr ähnlich, sie haben z.B. ein anderes Firmenzeichen, sind ohne Benzin-Anschlussstutzen oder besitzen andere Widerstandswerte (Literatur: Daimler AG, Bosch) und Einstellungen. Der jeweils andere dünnere Anschluss dient nur der Entlüftung und führt als dünner Kunststoffschlauch meistens zu den Leckleitungen, zum Bypass am Zusatzluftschieber oder zum Luftfilter.

Als Ersatztyp für den WLR mit End-Nr. 103 ist laut Bosch-Liste der 060 möglich. Es können aber eventuell mit geänderten Einstellungen auch die Typen 010 (Mercedes), 053 (Porsche), 063 (Porsche), 075 (Audi) und 107 (BMW 323i) verwendet werden.
WLR-Gruppe A: ab September 1981:

Die WLR mit den Bosch-Endnummern XYZ haben für die Volllastanreicherung den Saugrohr-Unterdruckanschluss seitlich am Unterteil. Bei abfallendem Unterdruck wird die innere Druckfeder entlastet. Der obere Anschluss dient der Belüftung und ist an der Leckleitung vom Kraftstoffdämpfer angeschlossen.

Bosch-Endnummer:

060: 35 Ohm, abgekoppelte Volllastanreicherung, 2 Membranen, Saugrohrdruck bestimmt Steuerdruck
061: wie 60, nur 26 Ohm
103: wie 060, anderer Ohmwert, andere Einstellung
134: wie 061, anderer Ohmwert, andere Einstellung, Steuerdruck 3,6 bar
145: wie 057, mit Thermoschalter, Steuerdruck 3,6 bar
152: wie 057, mit Schraubstutzen
z.B. Typ 0 438 140 103: M110.994:Saugrohrunterdruckanschluss unten:

Belüftung (2) Leckleitung zum Dämpfer, Saugrohr-Unterdruckanschluss (3), Steuerdruckleitung vom Mengenteiler und Dämpfer (4), Kraftstoffabfluss zum Rücklauf Mengenteiler (1)
280ge
Bei meinem 280GE (M110.994 - WLR-Typ 0 438 140 103) war der obere Anschluss (A) über ein Gummiwinkelstück A 117 078 06 81 und einen Kunststoffschlauch (4 mm) mit der Bypassleitung nach der Drosselklappe verbunden, der seitliche Anschluss B über einen dickeren Gummischlauch mit dem Saugrohr.

Der Anschluss A dient nur zum Absaugen von Benzin, falls das Flachsitzventil mal undicht würde. (Hinweis von einem KA-Jetronic-Spezialisten, Dank an I. Lex)
WLR-Gruppe B: vor September 1981:

Die WLR mit den Bosch-Endnummern XYZ haben den Saugrohr-Unterdruckanschluss oben am Oberteil. Die Unterkammer wird belüftet und ist an der Leckleitung vom Kraftsstoffdämpfer angeschlossen.

Bosch-Endnummer:

010: ähnlich 103, aber Saugrohr-Unterdruckanschluss im Gehäuseunterteil 5,5 mm:
015: mit Thermoschalter
030: 35 Ohm
031:
056: 30 Ohm
057: 26 Ohm
z.B. WLR-Typ 0 438 140 010: Saugrohrunterdruckanschluss oben:

a) obere größere Kammer mit Unterdruck-Anschluss oben am WLR: Die dickere Gummileitung führt zum Anschluss am Saugrohrboden nahe beim 6. Zylinder.

b) untere kleine Unterdruckkammer mit seitlichem Unterdruckanschluss: Die dünne Kunststoffleitung führt zum Schlauch am Zusatzluftventil. Dient nur der Sicherheit, damit bei Undichtigkeit des Flachsitzventils das Benzin abgesaugt wird.
Der Fußpunkt der inneren 2. Feder wird bei Leerlauf und Teillast durch den großen Saugrohrunterdruck in der oberen Kammer etwas angehoben und sinkt nur bei Volllast (wesentlich geringerer Saugrohrunterdruck) wieder ab.

Der gesamte Federdruck auf das Flachsitzventil (Steuerdruckventil) wird bei Volllast dadurch etwas geringer. Das Flachsitzventil macht etwas auf und es fließt mehr Benzin in die Rücklaufleitung. Der Steuerdruck/Benzindruck in der Steuerleitung sinkt etwas ab (0,2 - 0,6 bar). Der Steuerkolben im Mengenteiler wird damit geringfügig angehoben und gibt mehr Kraftstoff frei.
Gruppe C: USA 1980/1981, Japan: 1981 - 1985: Motor M116.96 3.8, z.B. 380SEC

Die WLR mit den Bosch-Endnummern XYZ haben neben der oberen 8 mm Entlüftungsleitung zusätzlich zum seitlichen Saugrohr-Unterdruckanschluss mit 8 mm einen seitlichen dünnen Anschluss (siehe Beschreibung) mit 5 mm an der untersten Bodenplatte zur Abkoppeldrossel.

Der WLR ist mit einer Beschleunigungsanreicherung während der Warmlaufphase ausgerüstet. Die Volllastanreicherung wird unter einer Kühlmitteltemperatur von 50 Grad C. über das vom Drosselklappenschalter angesteuerte Steuergerät durchgeführt.

Die Membran im Unterteil trennt die Oberkammer (seitlicher 8 mm Anschluss) von der Unterkammer (seitlicher 5 mm Anschluss). Bei konstanter Drehzahl ist der Saugrohrunterdruck in beiden Kammern gleich. Die Membran liegt am oberen Anschlag an. Der Fußpunkt der inneren Feder wird nach oben gedrückt.
Beim Gasgeben fällt der Saugrohr-Unterdruck in der Oberkammer sofort, in der Unterkammer durch die Drossel verzögert ab. Die Membran und der Fußpunkt der inneren Feder werden nach unten gezogen und die innere Feder solange entlastet (geringerer Steuerdruck), bis der Unterdruck in beiden Kammern gleich gering ist.
Bosch-End-Nr.:

067:
068: 22 Ohm, z.B. im Pkw 380SE USA
101: (=> 067)
147: (=> 057)
148: (=> 057) ersetzt 068
151: (=> 057)
155: (=> 068) ersetzt 148
156: Ersatz für 155
Allgemeine Funktion: top

Eine grundlegende Beschreibung findet man in der o.a. Bosch-Literatur, aber auch z.B. auf der Webseite www.benzgarage.de in der Gruppe Technik für den Pkw-Motor. Zusammengefasst ergibt sich folgendes:

Nach dem Kaltstart zu Beginn der Warmlaufphase kondensiert noch immer Kraftstoff im Saugrohr und an der Zylinderwänden. Dieser Verlust wird durch zusätzliche Anreicherung des Gemisches kompensiert (sonst Verbrennungsausetzer). Mit zunehmender Motorerwärmung muß die Anreicherung kontinuierlich verringert werden.

Bei einem Defekt liegt der Steuerdruck bei warmen Motor über 3,8 bar.
Der Warmlaufregler (WLR) enthält eine beheizte Bimetallfeder (grüner Heizwiderstand) und ein federgesteuertes Flachsitzventil (Steuerdruckventil, mit vier Schrauben befestigt), die beide entgegengesetzt zusammenwirken. Die von der Stauscheibe vorgegebene Stellung des Steuerkolbens im Mengenteiler wird durch das Ventil über den geregelten Kraftstoffabfluss verändert.
Eine große und eine kleinere Feder drücken über eine Druckscheibe ("Hütchen") und einen Druckbolzen auf das Flachsitzventil. Der Fusspunkt der inneren kleinen Feder ist unterdruckabhängig verschiebbar. Damit wird die Gesamtcharakteristik der beiden Federn etwas geändert.
Bei kaltem Motor drückt die Bimetallfeder gegen die 2 Ventilfedern und verringert deren Druck auf das Flachsitzventil (Steuerdruckventil). Es ist weit geöffnet und der Steuerdruck ist gering (etwa 1 bar bei 20 Grad), da mehr Benzin durch das Flachsitzventil im WLR in den Rücklauf abfließen kann. Die Lage des eingepressten Haltebolzens ergibt den Startsteuerdruck (siehe Startsteuerdruck einstellen) .
Bei Erwärmung durch die Heizspirale biegt sich die Bimetallfeder immer stärker nach oben (von den Federn weg) und entlastet die zwei Ventilfedern, der Federdruck auf das Flachsitzventil wird größer. Es wird mehr geschlossen, weniger Benzin kann durch das Ventil in den Rücklauf. Der Steuerdruck nimmt zu und der Steuerkolben im Mengenteiler wird abgesenkt. Es wird so nach kurzer Zeit weniger Benzin eingespritzt.

Wird nach einigen Minuten der maximale Steuerdruck von z.B. 3,7 bar nicht erreicht, sind die Federn durch Alterung gesetzt. Eine passende dünne Unterlegscheibe sollte das Problem beheben (wird noch getestet).
4.2 Volllastanreicherung: top

Bei Teilllast und warmen Motor ist das Benzin-Luftgemisch abgemagert. Bei Volllast muß es zusätzlich mit Benzin angereichert werden. Also muß das Flachsitzventil im WLR etwas aufmachen und der Steuerdruck von 3,4- 3,8 bar auf etwas 2,8 - 2,3 bar abfallen. Damit wird der Gegendruck oben auf den Steuerkolben geringer. Somit schiebt sich der Steuerkolben im Mengenteiler nach oben. Durch die Steuerschlitze fließt mehr Benzin zu den Einspritzventilen.
280ge
Volllastanreicherung prüfen: Saugrohrschlauch vom WLR abziehen, der Steuerdruck muß geringer werden (siehe auch Messung des Steuerdrucks). Der Motor läuft dann schneller.

Unterdruckanschluss-Varianten:

Achtung: Je nach WLR-Typ gibt es laut Mercedes-Unterlagen verschiedene Anschlussarten der dicken Unterdruckleitung vom Saugrohrboden zum WLR.
4.3 Warmlaufregler (WLR) aufschrauben: z.B. Bosch-Nr. 0-438-140-010 top
Dieser WLR Typ 010 hat am Unterteil einen 5,5 mm Unterdruckanschluss. Die vier Schrauben lösen und das Gehäuse vorsichtig abnehmen.
Auf die zwei Federn, die Unterlage (Hut ;) und den kleinen Druckbolzen achten.
Vorsicht:

Die Dichtung unten am Zwischenteil darf nicht verdreht werden, da unter dem Membranteller eine damit verbundene zweite Membran mit dem Zwischenteil fest verbunden ist, sie reißt dann ab. Einen Defekt erkennt man daran, dass zwischen den beiden Unterdruckanschlüssen Luft durchgeblasen werden kann.
4.3.1 Gummidichtung:

Die umlaufende Gummidichtung ist zusammengepresst und dichtet nicht mehr ab. Ersatz gab es nicht. Ich legte in die Gehäusenut eine dünnen Hanfschnurr ein und gab Dichtungsmasse (Ölwannenflüssigdichtung) hinzu, darauf kommt die Gummidichtung. Sie ragt nun etwas aus der Nut heraus.

Inzwischen gibt es die Vierkanntdichtung als Ersatz bei www.ferrari400parts.com, z.B. auch die Dichtung des Warmlaufreglers.
280ge
4.4 Elektrik: Heizwicklung - Stecker: top

Zum Ausbau der Bimetallfeder die Haltefeder vom Steckergehäuse abziehen (Pfeil). Dann die M8-Mutter abschrauben und die gesamte Einheit mit Steckergehäuse nach innen abnehmen.
Der angegebene Widerstandswert der Heizwicklung beträgt beim Typ 0-438-140-010 hier 27 Ohm +/-3 Prozent. Im Betrieb sollten dann bei 13,5 V ca. 0,51 Amp. fließen. Beim Typ 0-438-140-103 sind 24 Ohm angegeben.
Der Stecker (Kupplung) A 116 540 0181 - 9,84 Euro ohne MwSt. ist der gleiche wie beim Kaltstartventil. Er hat die Einsätze A 003 540 02 26 - Euro ohne MwSt.. Zum Messen habe ich mir einen Adapter gebaut (passt auch ans Kaltstartventil). Die Halteklammer am Teststecker habe ich entfernt. Steckh?lse Steckh?lse
Im Test verbiegt sich der Bimetallstreifen nur bis zu 1 mm zum Ventil hin (Abstand vordere Kante vom Bimetallstreifen zur Gehäusekante dann 2,0 cm). Die Lage des Stahlbolzens im Alugehäuse bestimmt den Start-Steuerdruck bei kaltem Warmlaufregler.
4.5 Startsteuerdruck einstellen (Tipp von I. Lex, Danke!):

Man kann in den Haltebolzen ein 5 mm-Loch etwa 10-13 mm tief bohren (möglichst zentrisch) und ein M6-Gewinde einschneiden. Eine M6-Schraube mit Mutter ganz eindrehen. Die Mutter tiefer drehen, bis sie etwa 0,5 mm vom Gehäuse absteht.
Nun wird mit einem kleinen Hammerschlag auf die Schraube der Bolzen tiefer gesetzt, so dass die Mutter am Gehäuse anliegt. Zum Justieren des nun zu niedrigen Startsteuerdrucks wird durch vorsichtiges Anziehen der Mutter der Bolzen wieder etwas herausgezogen, bis der Startsteuerdruck stimmt (siehe Steuerdruck messen). Bei 0,5 mm tiefer eingeschlagenem Haltebolzen lag der Startsteuerdruck um 0,3 bar niedriger (bei 0,6 bar schlechter Motorleerlauf).
Ein zweiter WLR wurde zum externen Testen des Startsteuerdruckes ebenfalls umgebaut. Da war der Haltebolzen schon angebohrt.
4.5.1 Einstellbarer Bolzen:
G.J. Schreurs (www.ferrari400parts.com) hat einen Bolzen mit Einstellschraube fertigen lassen. Mit der Schublehre wird die Einschlagtiefe des alten Bolzen gemessen. Der neue Bolzen wird um 0,5 mm tiefer eingedrückt. Durch Anziehen der Mutter wird der nun zu niedrige Startsteuerdruck korrigiert.
4.6 Flachsitzventil (Steuerdruckventil): top
Nach dem Lösen der vier Schrauben kann das Flachsitzventil abgenommen werden. Eine dünne Metallscheibe stellt das Flachsitzventil dar. Darunter sitzt ein kleiner Ventilkolben. Er drückt die Metallscheibe gegen den Ventilboden mit dem Zu- und Ablauf für das Benzin. Dadurch wird der Systemdruck mit über 5 bar auf den Steuerdruck, z.B. 3,6 bar abgesenkt.
Wird der Steuerdruck von über 3,4 bar nicht erreicht, sind die Druckfedern ermüdet. Kleine Beilagscheiben mit z.B. 0,25 mm Stärke unter dem Federpärchen auf dem "Hut" können das Problem lösen.
4.7 Schraubstutzen Warmlaufregler: top

Auch hier sind im EPC-Net die Nummern in der Bildtafel vertauscht.

Der linke große Schraubstutzen, M12x1,5/M10x1-Gewinde, N915023006000 (alt: A102-074-0286) - 1,53 Euro ohne MwSt. enthält ein Sieb.
rechter Schraubstutzen, M10x1/M8x1-Gewinde, für die Leitung zum Mengenteiler (Rücklauf):
A000-074-3586-81 - 5.04 Euro ohne MwSt.
280ge
4.7.1 Schläuche am Warmlaufregler (WLR): top
siehe auch Schlauchteile KA-Jetronik
Nr. 574: A110-078-0181 - 7,07 Euro ohne MwSt., vom Saugrohr zum Warmlaufregler, EPC-Net Aggregat Motor 14/001/5 280ge 280ge
Nr.702: Schlauch Saugrohr - Warmlaufregler A117-078-0681 - 2,40 Euro ohne MwSt. 280ge
4.8 Beispiele Warmlaufregler (WLR): top
4.8.1 WLR: Bosch-Nr. 0-438-140-010:

Die folgenden Bilder sind vom WLR: Bosch-Nr. 0-438-140-010, der etwas anders aufgebaut ist (z.B. seitlicher Unterdruckanschluss nur 6 mm dick).
Diesen WLR gibt es bei Bosch im Austauch: F026TX2105, Preis um die 600 Euro ohne Steuer, Rückwert Altteil 100 Euro.

Bei Bosch, Automotive Tradition, in Karlsruhe wird der eingeschickte Warmlaufregler repariert, soweit das noch möglich ist. Allerdings lohnt sich das bei einem Reparaturpreis von 585 Euro nicht.

Original verpackte Bosch-Warmlaufregler gibt es bei ebay.com in den USA. Sie sind dort bedeutend billiger.
4.8.2 WLR: Bosch-Nr. 0-438-140-103 / A110-070-0062 (gelber Punkt): top
Diesen für meinen 280GE passenden WLR Bosch-Nr. 103 habe ich im Januar 2010 gekauft. Der Widerstand der Heizwicklung beträgt 26,4 Ohm.
Der im Rallye-280GE vorhandene WLR-Typ 0-438-140-103 hat am Unterteil einen 8 mm dicken Unterdruckanschluss. Innen war schwarze Pampe. Vermutlich ist auch die umlaufende Gummidichtung im WLR defekt und undicht.
Der angegebene Heizwiderstandswert beträgt 24 Ohm. Da im Test bei 13 V nur 450 mA fließen, hat er tatsächlich 28,9 Ohm).
4.8.2.1 Volllast-Steuerdruck:

Die Membran im Unterteil war auch defekt. Bohrt man in den Dom ein 5mm-Loch, ist eine 3mm Inbus-Schraube sichtbar, sie dient zur Druckeinstellung bei Volllast. Eingebaut ist nun das Unterteil vom Typ 010. Laut Mercedes-Unterlagen muss da der Unterdruckschlauch vom Saugrohr wieder am Oberteil angeschlossen werden? Am besten ausprobieren und den Steuerdruck messen.
4.8.3 WLR: Bosch-Nr. 0-438-140-068, alte Mercedes-Nr. A000-070-2462: top
Diesen Warmlaufregler mit Bosch-End-Nr. 068 mit drei Unterdruckanschlüssen habe ich als Neuteil in USA für 250 Euro inkl. Zoll/Steuer gekauft. Er wurde z.B. im 380SE/SEC M116 3.8 USA eingebaut. Dieser Typ wurde ersetzt durch Bosch-Nr. 0-438-140-148 / Mercedes-Nr. A116-070-0162. Und wieder ersetzt durch Bosch-Nr. 0-438-140-155 / Mercedes A116-070-0362 - 2010: 505,00 Euro o.MwSt, (2009: 824,97 Euro ohne MwSt.).
Dieser WLR besteht aus den fast gleichen Bauteilen wie alle o.a. WLR, nur das Unterteil hat einen zusätzlichen Unterdruck-Anschluss zur Abkoppel-Drossel und eine große Feder zwischen Unter- und Zwischenteil.
Das Zwischenteil mit der Membran ist eine geschlossene Bauform, sodass eine dritte Unterdruckkammer entsteht. Die neue Membran ist eigentlich das wichtigste Ersatzteil.
4.8.4 Vergleich Typ 068 mit Typ 0103:

Links im Bild ist immer der WLR-Typ mit Bosch-End-Nr. 068 (380SE), rechts der WLR-Typ Bosch-End-Nr. 103 (280GE). Äußerlich sind die Teile gleich. Der Heizwiderstand beträgt 23 Ohm (gemessen).
5. weitere Literatur:

Im amerikanischen Mercedes-Forum "pointedthree.com" sind einige Beiträge zum Warmlaufregler enthalten.

Wie der Warmlaufregler zerlegt wird, steht als PDF-Datei auf dieser Webseite (in Englisch): http://www.landsharkoz.com/images/pdf/wurfix.pdf (Beiträge/Hinweis von "Barm" im pointedthree.com-Forum, G-Class).

Das Buch von Ben Watson: "How To Tune and Modify Bosch Fuel Injection", vergriffen oder bei E*AY, Motorbooks International, ISBN 0-87938-570-7.

Mit Suchmaschinen findet man im Internet viele Infos, z.B. www.diagnostic-assistance.co.uk/mech_inj.htm und günstige Teile.
Es gibt auch elektronische Warmlaufregler, z.B. von Unwiredtools das UTCIS-V für den 280SE.
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