Dachgepäckträger 280GE:

tipp105.htm: Letzte Änderung am 28.04.2016 / 22.12.2015 / 15.07.2012 / 27.06.2011 Copyright Dr. Hans Hehl
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Etliche Hinweise können unter Umständen bei fehlerhafter Ausführung zu erheblichen Folgeschäden führen. Es wird daher ausdrücklich jede Haftung dafür abgelehnt. Der Ausführende trägt das alleinige und uneingeschränkte Risiko.

siehe auch Dach 280GE.
Übersicht:
1. Der Anfang:
2. Das Problem:
3. Die Lösung:
4. Umbau:
5. Neue Verwendung:
6. Arbeitsscheinwerfer:
7. Aufbereitung:
8. Montage:
9. Elektrik:
10. Abdeckung:
1. Der Anfang: top
Im Oktober 2005 konnte ich für meinen G270CDI einen Dachgepäckträger aus Edelstahl von einem guten Freund günstig kaufen. Der Dachgepäckträger war ein Prototyp, der aber nicht in Produktion ging, da die massive Konstruktion zu teuer wurde. Der Dachgepäckträger mit 8 stabilen Füßen war für den G mit langem Radstand vorgesehen.
2. Das Problem: top
Durch die stabile Kontruktion war der Dachgepäckträger sehr schwer. 2 Personen hatten Mühe, ihn auf das Dach zu heben oder herunter zuwuchten, ohne den Lack vom Geländewagen zu verkratzen. Zur Schonung der Dachkante legten wir Kunststoffstreifen unter die trapezförmigen Füße.
3. Die Lösung: top
Noch auf dem G270CDI habe ich den Dachträger in der Mitte durchgesägt. Eine Hälfte passte auch auf das Dach vom Geländewagen mit kurzem Radstand.
Der Schnitt wurde in der Mitte eines Segmentes durchgeführt. So ist genügend Stabilität vorhanden um die zwei Hälften mittels Vierkantrohre zu verbinden. Dazu müssen Querlöcher für je zwei M6-Verschraubungen gebohrt werden.
4. Umbau: top
Im April 2007 erfolgte der nächste Schritt. Alu-Riffelblech wurde für die zwei Teilträger als Bodenblech und Seitenwände verwendet. Mit der großen hydraulischen Schlagschere gab es gerade Schnittkanten.
Ausparungen für die senkrechten Streben der Seitenwände an den Bodenblechseiten ermöglichten das Einlegen des Bodenbleches in die Trägerhälfte.
Zur Stabilisierung des Trägerbodens an der abgetrennten Seite wurden zusätzliche Randstreben eingeschweißt. Die Enden der Seitenwandstreben mussten für die Rohrverbinder frei bleiben.
5. neue Verwendung: top
Mitte Juni 2011 bekommt nun der Dachträger eine neue Verwendung. Beim zivilisierten Trophy-280GE passt genau eine Hälfte auf das vordere Dach. tat2010-hobby-wir
Die zwei Alu-Riffelblech-Bodenplatten werden mit V2A-Bügel am Träger befestigt.
6. Arbeitsscheinwerfer: top
Am Dachgepäckträger können nun die Flutlichtscheinwerfer Jumbo 220 von Hella (Typ 1FE 006 300-04, Prüfzeichen E1 44444, 242 mm x 166 mm, Lichtaustritt 205 mm, H3-Halogenbirne) montiert werden (Danke, René).

Sie sollen als Arbeitsscheinwerfer beim Seilwindeneinsatz verwendet werden (siehe wiki/Arbeitsscheinwerfer).
Die auf den Gläsern der Fernlicht-Scheinwerfer angegebene Gesamtreferenzzahl (neben dem E1-Zeichen) darf laut ECE Regulation 48 nicht größer als 100 sein. Die Serienscheinwerfer des 280GE haben eine Referenzzahl von je 20 = 40 gesamt. Da die Hella-Scheinwerfer eine Referenzzahl von 37,5 haben (also 75), somit liegt eine Gesamtzahl von 115 vor, sind sie als Fernlicht-Zusatzscheinwerfer nicht erlaubt. Daher werden sie als Arbeitsscheinwerfer zuschaltbar geschaltet.
7. Aufbereitung: top
Der Schweinwerferreflektor und das Glas waren etwas matt. Nach Ausbau der H3-Fassung und Innenreingung der Streuscheibe mit langer Pinzette und Stofffleck war der Schweinwerfer wie neu. Die Metallteile der Halterung wurden konserviert und bis auf die Viereckkopf-M10-Schraube durch V2A-Teile ersetzt.
8. Montage: top
Eine 3 mm starke V2A-Platte 100x80 mm wird auf der Schmalseite (20 mm breit) abgekantet und am unteren Quersteg des Gepäckträgers mit zwei langen M-6-Schrauben und Stoppmuttern befestigt.
So kann der Scheinwerfer nicht vibrieren. Der Winkel hält auch die Alu-Bodenplatte.
Beim ersten Unwetter zeigt sich, dass der Scheinwerfer nicht wasserdicht ist, das Glas beschlägt innen. Also muss er oben abgedichtet werden. Mit Silikon habe ich den Plastikrahmen mit dem Schweinwerfereinsatz verklebt. Ein schwarzes Klebeband dichtet oben und an den Seiten den Spalt zwischen Gehäuse und Rahmen ab. Auch die Abdeckung über dem Schweinwerfer war notwendig.
9. Elektrik: top
Die beiden Scheinwerfer haben zusammen eine Stromaufnahme von 110 Watt, also 8,33A. Die Sicherheitsschalter von z.B. ISA-Racing (siehe Elektrozubehör) sind für 25 Amp ausgelegt (Bestell-Nr. 6010-1, 3,30 Euro inkl. MwSt., 12 V 25A, Wechselschalter, 12 mm Gewindehals). Dazu kommt die rote Schutzkappe Nr. 6012-0, 4,00 Euro inkl. MwSt.)
Ich habe so einen Schalter beim 280GE für die Seilwinde zum Einschalten der +12 Volt für die Fernbedienung ins Armaturenbrett eingebaut. Über eine Sicherung mit 15 A können die Scheinwerfer direkt angeschlossen werden. Ein Kabelquerschnitt von 4 Quadrat-mm ist bei der kurzen Leitungsführung durchs Dach ausreichend.

Zusätzlich wird aber ein Relais eingebaut, um Stromstärke und Kabelquerschnitt zum Schalter im Armaturenbrett klein zu halten.
Eine grüne LED-Kontrolllampe benötigt ein 8 mm Loch im Armaturenbrett. Der Messinganschluss ist der Pluspol für 12V. Rallye
10. Abdeckung: top
Ein stabiles 1,5 mm dickes V2A-Blech schützt als Dach den Scheinwerfer und dient als Anlegekante für die Motorhaube. An die Außenseiten der Schweinwerfer kommen noch stabile Astabweiserbleche.
Die ganz aufgestellte Motorhaube liegt auf beiden Seiten am Abdeckblech an der äußeren Kante der Abdeckung an, die mit einem Stück Kantenschutz versehen ist.

Vor die Scheinwerfer kommt noch ein V2A-Astabweiser.


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