Kombiinstrument: Fehlermeldungen (SRS, EPC)
R230 / 463:

tipp5.htm: Letzte Änderung am 02.07.2016 / 04.05.2016 / 02.11.2013 / 30.12.2012 / 24.01.2009 Copyright Dr. Hans Hehl
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Stichwörterverzeichnis R230

Die Webseiteninhalte bieten nur die Hilfe zur Selbsthilfe und sind keine Anleitung zur Reparatur, nur eine Literatursammlung. Emails werden nicht beantwortet, es gibt keine Zugangsdaten! Das gilt nicht für mir bekannte Clubmitglieder bzw. meine Teileangebote.

Arbeiten am Fahrzeug erfordern fachliche Kompetenz und die Ehrlichkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen oder besser die Finger davon zu lassen bzw. in die Werkstatt zu gehen. Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr und Haftung!

Etliche Hinweise können unter Umständen bei fehlerhafter Ausführung zu erheblichen Folgeschäden führen. Es wird daher ausdrücklich jede Haftung dafür abgelehnt. Der Ausführende trägt das alleinige und uneingeschränkte Risiko.

siehe auch Tipp 32: Unbekannte Display-Meldungen: Werkstattebene, siehe auch Tipp 60: Fehlermeldungen Verteilergetriebe

siehe Tipp 25: Tacho 460 und Tipp 98-15: Trippmaster
Übersicht: top
1. Kombiinstrumente:
2. SRS-Fehler:
2.1 SRS-Fehler R230:
3. "E P C"- Fehler (Electronic Power Control):
4. Pixelreparatur beim G300TD 11/2000:
5. seltsame Fehlermeldungen:
6. Ausbau des Kombiinstrumentes:
7. Reserveanzeige:
1. Kombiinstrumente:

Das abgebildete Kombiinstrument A4635404147 eines G55AMG(K) stammt vom Gebrauchtteilecenter Mercedes-Benz (Danke Bernd Z.!)
Ab Modellpflege 2007 gibt es ein anderes Kombiinstrument mit vier Rundinstrumenten.
Das Display ist nicht mehr im Tacho (Bild: G270CDI), sondern auf zwei nun kleinere Fenster in der Mitte aufgeteilt. Kombi-Instrument
2. SRS-Fehler beim G270CDI (Juli 2002)/ G400CDI/ G55AMG(K) 2/2006:

Wird beim Starten des G270CDI nicht auf das Erlöschen der Vorglühanzeige gewartet, so wird die Batterie mit dem Anlasser- und Vorglühstrom überbelastet. Die Spannung sinkt kurzzeitig unter 11,5 Volt. Dies wird als SRS-Fehler (Airbag etc.) erkannt und gespeichert. Also die halbe Sekunde immer warten (früher Rudolf-Diesels-Gedächtnisminute ;-) oder Tausch des Kombiinstrumentes (geänderte Hardware/Software?).

Beim G270CDI wurde ab November 2002 das Kombiinstrument ausgetauscht (Garantie): Ersatzteilnummer: 4635401911, 393 EUR! (DC-Service-Software: Stand Q03). Das neue Kombi-Instrument enthielt eine andere Software und der SRS-Fehler existierte nicht mehr. Das Bild zeigt das Kombiinstrument vom G55AMGK.

Auch beim G55AMG(K) 2/2006 konnte ich den SRS-Fehler erzeugen. Bei nicht voller Batterie und angeschlossener Diagnose ohne zusätzliches Ladegerät wurde der Motor mehrmals im Minutenabstand nacheinander gestartet.

Es erschien die bekannte Meldung "1 Störung" im Display und beim Blättern die Meldung"SRS-Fehler Werkstatt aufsuchen". Nach dem Neustart war die Fehlermeldung gelöscht. Die Batteriekontrollanzeige ergab ein kurzzeitiges Absinken auf fast 10 V beim Startvorgang.
2.1 SRS-Fehler beim R230 SL:

Kontaktfehler in der Steckverbindung Sitz X28/8 Gurtstraffer bewirken die Anzeige SRS-Fehler im Kombiinstrument.

Einzelheiten dazu siehe SL55AMG SRS-System
3. "E P C"- Fehler (Electronic Power Control) top

Im viermalvier-Forum wird öfters von dem EPC-Fehler bei den CDI-Diesel-Motoren berichtet. Anscheinend wird die Fehlermeldung durch zu geringe Kühlung der Luft im Ladeluftkühler verursacht. Dies kann z.B. durch eine defekte elektrische Wasserpumpe verursacht werden (Tipp von Heiko (Trailersailer). Manchmal sind auch die Temperatursensoren die Ursache. Das Bild stellte Thomas (tipieisbaer) zur Verfügung, Danke!).

Beim G55AMG(K) tritt bei Vollgas dann eine Leistungseinbuße auf (siehe Tipp Ladeluftkühlung), es wird zunächst nur ein Ereignisfehler abgelegt.
Von einem G270CDI-Fahrer erhielt ich folgenden Hinweis: "Dieser EPC-Fehler erscheint, wenn der Druck im Common Rail System zu gering ist. Verschmutzte Dieselfilter und Wasserabscheider-Filter können die Ursache sein. Dabei schaltet sich der Motor ab. Er kann aber wieder gestartet und mit reduzierter Leistung (= geringerer Kraftstofffluss) weiter gefahren werden. Abruptes Gasgeben ist auch nicht förderlich. Einige 100 km können so noch möglich sein, bis irgendwann nichts mehr geht, es bleibt nur der Filterwechsel übrig."
4. Pixelreparatur Kombiinstrument, z.B. G300TD 11/2000: top

Fallen im Display vom Kombiinstrument einzelne Bildpunkte (Pixel) aus oder fehlen ganze Bildpunktezeilen oder die Anzeige, so kann die Fa. Digital Tuning Service (www.tachopix.de) aus 30163 Hannover, Nordring 9, 0511/3531507 helfen (mit 1 Jahr Garantie oder Garantieverlängerung).

Fred (viermalvier.de) ließ das Kombiinstrument seines G300TD 463.330 dort reparieren. Hier sein Problem und sein positiver Erfahrungsbericht:
"Bei meinem 463.330 aus 11/2000 ist im Mulifunktionsanzeige-Instrument in der Digitaluhr rechts unten ein Fehler aufgetreten. Seit einigen Tagen werden die senkrechten Anzeigebalken nicht mehr angezeigt. Nachfrage bei meiner Sternenapotheke ergab nur Austausch der kompletten Einheit (ca. 800 Euro.) "
"Hallo Hans, wie versprochen nun ein kleiner Bericht über die Arbeit obiger Firma. Termin wurde korrekt eingehalten. Reparaturdauer vom 463.330-Anzeigeinstrument nur 35 Minuten. Fehler bestand im Aussetzen der senkrechten Pixel in der Digitaluhr und zeitweiligem Komplett-Ausfall der Aussentemperatur-Anzeige. Gerät selber ausgebaut und sehr verstaubt übergeben. Nach der Reparatur in optisch einwandfreien Zustand (sprich ordentlich gereinigt) wieder in die Hand bekommen. Kosten, da über DC Reparaturauftrag ausgeführt, 155 Euro inkl. MwSt., Wartezeit mit Kaffee oder Fernsehen, wie Du willst, überbrückt. Wenn Du als Privatmann einsendest oder vor Ort reparieren läst, Kosten 188 € inkl. MwSt.)"
5. seltsame Fehlermeldungen ab Mopf 2000: top

a) Sporadische Fehler (EBV, ABS, Wegfahrsperre: Relaiseinheiten von 1996 - 2000) sind im Tipp 22 beschrieben.
Ab und zu tauchen kurzzeitig Fehlermeldungen über defekte Birnchen ("1 Störung" wird angezeigt) auf. Nach dem Ausschalten der Zündung bzw. Motor-Neustart ist der Fehler gelöscht. Die Birnchen sind auch in Ordnung. Solche Fehler sind im Kurztestprotokoll, siehe Diagnose not public) gespeichert. Birnchen
Ursachen:

Es traten kurzzeitig Daten-Fehler bei der Datenübermittlung im CAN-Bus auf, verursacht durch Unterspannung, siehe Spannungsmessung ( Tipp 32) oder Wackelkontakte bzw. sind oxidierte Steckerkontakte vorhanden. Schon die Luftfeuchtigkeit reicht zur Oxidation aus. Besonders problematisch sind die Lötzinn-Sockelkontakte der Glühbirnchen, ebenso auch verzinnte Steckkontakte, auch Anhänger-Steckdose und Stecker.

Da der Stromfluss in den Leitungen von der Steuersoftware überwacht wird, sind dann Fehlermeldungen logisch.
Links im Bild ist der Sockelkontakt (gelber Pfeil) hell und gereinigt, rechts dunkel und oxidiert. Etwas Fett/Öl auf Anschlusskontakt und Lampensockel verhindert eine Oxidation, ohne den Stromfluss zu behindern.

Diese Kontakt-Problematik hat DC anscheinend auch schon erkannt! So steht z.B. im WIS (Werkstattinformationssystem) AR09.50-P-4705GX beim G55AMG(K) - Stellglied Drosselklappe folgendes: "Einbau: Die Pins der elektrischen Steckverbindung unbedingt mit Kontakt Fluid A0089895571 - 4,72 Euro ohne MwSt., 6 Gramm) bestreichen." Da reichen aber auch etwas Fett oder ein Tropfen Öl.
Birnchen Kontaktmittel
LED als Glühbirnchenersatz:

Da das Steuergerät den Glühbirnenstrom überwacht, muss beim Ersatz der Glühbirchen durch LED (STVO beachten) der geringere Strom durch einen parallel geschalteten Widerstand erhöht werden.

Fehler Standlicht rechts R230: Hinweis von H.G., Danke!

Das Standlicht funktionierte bei einem SL 350 zeitweise. Dann ging es nach dem Einschalten sofort aus. Das Steuergerät SAM schaltete also das Standlicht ab, die Strommessung ergab einen Fehler, der im Steuergerät 10/11 abgespeichert wurde. Das SAM Beifahrer wurde überprüft, alles war aber i.O.. Versuchweise wurde eine 8 Watt-Birne verwendet, da funktionierte es. Der Einbau einer neuen Glühbirne eines anderen Herstellers war die Lösung.
b) Fehler "VERTEILERGETRIEBE WERKSTATT AUFSUCHEN LOW-HIGH"

Beim 463.270 G55AMG(K) konnte ich bei abgestelltem Fahrzeug eine Verteilergetriebe-Fehlermeldung durch Unterspannung erreichen, ohne dass ein Fehler im Fahrbetrieb vorlag. Das Comand 2.0 war mit einer CD im Wechsler in Betrieb. Nachdem die Meldung im Comand-Display erschien, dass es abgeschaltet wird, wurde das Comand aus- und wieder eingeschaltet. Dann zeigte das Display im Kombiinstrument die Meldung "VERTEILERGETRIEBE WERKSTATT AUFSUCHEN LOW/HIGH" mit rotem Hintergrund. Dabei wird eine Störung im Kombiinstrument angezeigt.
Drückt man nun die Low-High-Taste z.B. in Stellung H einige Sekunden, verschwindet die Fehlermeldung und es wird auch keine Störung mehr angezeigt. Das VG funktioniert normal. Siehe auch die Schaltbedingungen (Tipp60) beim Verteilergetriebe VG150.

Im mit der Diagnose auslesbaren Fehlerspeicher sind zahlreiche Fehler bei verschiedenen Steuergeräten abgelegt, die im Diagnose System, not public näher beschrieben sind.
6. Kombiinstrument (KI) ausbauen: top

Masseleitung der Batterie abtrennen, zumindest den Zündschlüssel abziehen. Wartet man nicht, bis die Steuergeräte abgeschaltet haben (30 Min.), werden Fehler abgespeichert. Nach dem Anschliessen der Batterie muß beim 463 die Normierung durchgeführt werden, siehe Tipp 79 .

463 bis 11/2000: abziehen. Zum Ausbau des KI benötigt man einen Ausziehhaken (besser zwei): W140589023300 - 7,47 Euro ohne MwSt.. Beim 463 bis bis 30.11.2000 (AR54.30-P-6015G) werden beide Ausziehhaken vorsichtig zwischen Instrumententafel und KI etwa 5 mm tief geschoben und so gedreht, dass die Haken hinter das Kombiinstrument greifen. Nun wird vorsichtig das KI herausgezogen.

463 ab 11/2000: Ab 2000 (AR54.30-P-6015GM) sind zwei kleine, waagrechte Schlitze rechts und links im KI . Zuerst muß die untere Abdeckleiste abgedrückt werden, sie ist an vier Stellen eingeclipst. Dann die Ausziehhaken mit nach außen zeigenden Enden in die waagrechten Schlitze bis zum Anschlag einschieben. Linken Haken um 90 Grad nach links und rechten Haken um 90 Grad nach rechts drehen und das KI ausziehen.
7. Reserve-Anzeige: top
Leuchtet im Kombiinstrument die Tankanzeige auf (Nadel zeigt auf das Leuchtfeld), wird es höchste Zeit zu tanken. Es sind dann von den max. 95 Litern noch etwa 13 Liter (laut Handbuch) im Tank, das reicht dann bei vernünftiger Fahrweise gerademal für etwa 60 bis 70 km, bei bis zu 200 km/h nicht mal 40 km. Oder man hat einen Reservekanister dabei. Beim Tanken konnten aber nur etwa 75 Liter nachgefüllt werden, die Restmenge beträgt also 20 Liter. Fraglich ist aber, ob die gesamte Reservemenge Benzin genützt werden kann.
In Deutschland dürfen 20 Liter im Reservekanister mitgeführt werden, in Österreich aber nur 10 Liter (siehe ADAC).

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